AnGedacht

Fünf Sonntag lang erhalten Sie bunte Frühlingsgrüße aus der Andreaskirche. Von Jubilate bis Pfingsten. Sie können diese Briefe hier auf der Homepage lesen oder, wenn Sie sich über Post freuen, rufen Sie im Pfarramt an oder mailen Sie uns, wir werfen sie Ihnen dann in den Briefkasten. Telefon: 07236 / 98 02 44 (Anrufbeantworter) oder per Email: pfarramt (at) ekidi.de.

 

 

 

Impuls aus der Tüte - Pfingsten - 31. Mai 2020

 

Hätten die Nüchternen
Einmal gekostet,
Alles verließen sie,
Und setzten sich zu uns
An den Tisch der Sehnsucht,
Der nie leer wird.
Novalis

  

An Pfingsten sind die Geschenke am geringsten!

"An Pfingsten sind die Geschenke am geringsten!" hat einmal Bertold Brecht gedichtet. Pfingsten ist neben Weihnachten und Ostern das dritte Hauptfest der Kirche und dennoch vielen unbekannt. Es ist das Fest, das am geringsten gefeiert wird. Schade, denn gerade an Pfingsten bekommen wir alle ein sehr großes Geschenk.

Das Geschenk des Heiligen Geistes. In ihm ist Gott für immer bei uns.

Gottes Geist, so erzählt die Bibel, befreit. Er weht, wo er will - über alle Grenzen und Einschränkungsmaßnahmen hinweg. Er macht Ängstliche ruhig, Traurige fröhlich und Engstirnige weitsichtig. Gottes Geist ist das Liebesband, das Menschen über alle Grenzen hinweg miteinander verbindet.  

 

Taube im Tauffenster der Andreaskirche.
Foto: Harald Ulmer

 

So vieles trennt Menschen in diesen Tagen voneinander - weltweit. Groß ist die Sehnsucht, dass wir uns alle wieder näherkommen dürfen. Endlich mit allen, die uns lieb sind, an einem großen Tisch zu sitzen und das Leben zu feiern. Bis das für alle mög- lich ist, lade ich Sie herzlich ein, am Tisch der Sehnsucht Platz zu nehmen. In unseren Kirchen ist er an Pfingsten reichlich gedeckt mit Hoffnung, Trost, Lebensenergie, neuem Schwung und gutem Geist.

Nehmen Sie Platz und lassen Sie sich beschenken!

Ein frohes Pfingstfest wünscht Ihnen aus der Andreaskirche

Ihre Pfarrerin Martina Lieb

 

  Pfingstaktion in der Andreaskirche

In der Andreaskirche haben wir den Tisch der Sehnsucht aufgebaut. Wenn Sie wollen, kommen Sie doch vorbei und nehmen tatsächlich Platz. Wir freuen uns, wenn Sie zum Abschluss einen Taubengruß hinterlassen als Zeichen dafür, dass Sie mit uns am Tisch sitzen.

Nähere Informationen sowie Tauben zum Basteln oder schon fertig, liegen in der Kirche oder sind hier zum herunterladen.

 

 

 

 

Impuls aus der Tüte - Exaudi - 24. Mai 2020

Und bis wir uns wiedersehen möge Gott seine schützende Hand über dir halten ...

Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten liegt der Sonntag Exaudi. Es ist der Sonntag für all diejenigen, die hinter einem geliebten Menschen herschauen. Weil er weggehen muss, nicht da sein kann, sich getrennt hat oder gestorben ist. Es ist etwas so Kostbares, einen Menschen zu lieben, aber es bedeutet, dass es uns passieren kann, dass wir die sind, die zurückbleiben und hinterherschauen. 

 

Die Weite über der Andreaskirche.
Foto: Harald Ulmer

 

Die Freunde Jesu schauen hinter Jesus her. An Himmelfahrt hat er sich verabschiedet. Nie mehr wird er sichtbar bei ihnen sein. Dass einem ein Mensch so fehlen kann, haben sie vielleicht gedacht. Und dann haben sie in den Himmel geschaut in der Hoffnung, dass sie ihn dort irgendwie finden. Er hat versprochen, dass er auf eine andere Art nahe sein wird: In ihren Herzen als nie versiegende Quelle der Kraft. Ich bin nicht mehr da, wo ich war, aber ich werde überall da sein, wo ihr seid und von mir erzählt. Das ist kein Ersatz für meine Anwesenheit, aber ein Trost.

Jesu Freunde stehen da und schauen hinterher und einer ruft mit den alten Worten des Psalms: "Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und antworte mir." Bis heute stimmen Menschen ein.

Wenn Sie in den kommenden Tagen in die Andreaskirche gehen, können Sie es hören.

Da ich viele von Ihnen nun schon ganz schön lange nicht mehr gesehen habe und Corona uns alle ein bisschen zu Hinterherschauenden macht, ende ich diesen Brief mit den Worten eines Liedes: Bis wir uns wiedersehen, möge Gott seine schützende Hand über dir halten.  

 

  

Es grüßt Sie herzlich aus der Andreaskirche

Ihre Pfarrerin Martina Lieb

 

  Herr, höre meine Stimme

Gebete in der Andreaskirche vom 24. Mai bis zum 30. Mai 2020: Alle Gebete, die Menschen in der vergangenen Woche auf den Altar der Kirche gelegt haben, haben wir aufgenommen. Dazwischen hören Sie Kyrie-Gesänge aus Taizé. Im Rahmen der offenen Kirche sind Ihre und unsere Gebete durchgängig zu hören. Kommen Sie doch einmal in die Kirche!

  

 

 

 

 

Impuls aus der Tüte - Rogate - 17. Mai 2020

 

Weil Gott in tiefster Nacht erschienen,
kann unsere Nacht nicht traurig sein!
Bist du der eignen Rätsel müd?
Es komme, der alles kennt und sieht!
Evangelisches Gesangbuch Nr. 56

 

Bist du der eigenen Rätsel müd ...

Immer wieder werde ich nach Gottesdiensten zu dieser Stelle über dem Taufstein gefragt: Was ist das? An einer Stelle des frisch renovierten Altarbogens steht ein Stück über. Wenn man in der Kirche sitzt, bleibt der Blick unweigerlich irgendwann daran hängen und man fängt an zu rätseln! Hätte man das nicht besser übermalt? Diese ausgefranste Stelle da stört. Das sieht doch nach nichts aus.

Manchmal ist das so, wenn man zur Ruhe kommt, dann bleibt der Blick ausgerechnet an dem haften, was stört, nicht schön ist und mich rätseln lässt.

 

Rätselhafte Dinge in der Andreaskirche.
Foto: Harald Ulmer

 

In der Kirche ist dieses kleine Stückchen über dem Taufstein der übriggebliebene Rest einer sehr alten Wandbemalung. Bei der Kirchenrenovierung in den 1950er Jahren wurde er entdeckt. Der Rest der Wandbemalung war aber lange davor mit dem Putz abgeschlagen worden. Auch wenn es nur ein Bruchstück ist, es erzählt von der Geschichte der Andreaskirche. Aus Sicht des Denkmalamtes ist genau dieses Bruchstück schützenswert und deshalb ist es geblieben.

In Krisenzeiten bleiben wir manchmal genau an dem hängen, was wir nicht verstehen. Egal, wie vieles in meinem Leben schön und gelungen ist, mein Blick sieht nur noch das, was nicht so ist, wie ich es mir erhofft habe. Seit Menschengedenken lädt Gott dazu ein, dass wir das, was uns rätseln lässt, mit ihm teilen. Wenn ich das tue - laut oder leise, mit oder ohne Worte, alleine oder mit anderen - dann bete ich. Ich bringe die Bruchstücke meiner Welt dem, der sie für schützenswert hält. Der Sonntag Rogate will uns Mut machen zu beten. Alleine oder mit anderen, frei oder mit geprägten Worten: Betet! Es hilft. 

Es grüßt Sie herzlich aus der Andreaskirche

Ihre Pfarrerin Martina Lieb

 

  Gemeinsam beten an diesen Tagen:

Gerne können Sie Ihr Gebet auf einen Zettel schreiben und in der kommenden Woche in der Andreaskirche auf den Altar legen. Sie können für sich oder für andere beten, anonym oder mit Ihrem Namen darunter. Sie können so viele Gebetsanliegen aufschreiben, wie Sie möchten.

Für die Kinder hat unser KiBiSo-Team einen Film unter Einhaltung der aktuellen Corona-Abstands- und Hygieneregeln aufgenommen. Er erzählt davon, wie Jesus seinen Freunden das Beten beibringt.

 

 

Alle Kinder können auch einen Gebetswürfel basteln. Die Druckvorlage kann heruntergeladen werden

 

 

 

 

Impuls aus der Tüte - Kantate - 10. Mai 2020

Ich sing dir mein Lied!

Der ausgelassene Tanz, das Lied, das Trauernden die Tränen löst, das Pfeifen im Dunkeln oder die Arie, die tief in mein Herz dringt - Musik bewegt und berührt mich. Sie löst etwas in mir aus, das sonst nichts und niemand schafft.

Die Bibel ist voller Lieder: Gesungen wird der erleichterte Dank der Geretteten, das mächtige Loblied der Geschöpfe Gottes, das besänftigende Harfenspiel oder der mutige Gesang, der Kerkermauern sprengt. All diese großen, kleinen, leisen und lauten Lieder vereinen sich zu einem vielstimmigen Lob Gottes.

 

Gegenstände der Andreaskirche aus einer neuen Perspektive.
Foto: Harald Ulmer

  

David, Simeon, Maria und so viele mehr singen Gott ihr Lied. Sie sind fest davon überzeugt, dass das etwas in Gott und in ihnen selbst auslöst. Etwas, das sonst nichts und niemand schafft. Wo so gesungen wird, ist Gott ganz nah.

 

Text: Fritz Baltruweit, Barbara Hustedt 1994
Melodie: aus Brasilien / Neue Lieder Nr. 56

 

Ich sing dir mein Lied
Lothar Stängle an der Dietlinger Stieffel-Orgel.

 

Kein Bereich meines Lebens soll von diesem Lob ausgeschlossen sein, keiner ist zu gering für diese Musik. Je mehr unser Leben zum Gesang wird, desto stärker wird uns dieses Lied verändern. Ein Lied, zu Gott gesungen, heilt und hilft. Der Sonntag Kantate ist eine große Einladung zum Singen. Er schreibt uns über die kommende Woche die Aufforderung: Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder (Psalm 98, Vers 1).

Also - singen Sie mit und kommen Sie so behütet und frohen Mutes durch die neue Woche. Es grüßt Sie herzlich aus der Andreaskirche

Ihre Pfarrerin Martina Lieb

 

  Herzliche Einladung zum gemeinsamen Singen:

Ohne Musik wäre unser Gemeindeleben überhaupt nicht denkbar - in unseren Gruppen und Kreisen wird viel und gerne gesungen. Leider ist das gerade nicht möglich, aber wenn Sie Lust haben, dann singen Sie doch online mit uns. Der Singkreis und die Orgel, die diesen Gottesdienst eigentlich gestaltet hätten, fangen an und Sie sind herzlich eingeladen einzustimmen! Wer mag, kann ein gesungenes oder gespieltes Lied auch hier auf unserer Homepage einstellen: Senden Sie eine Musik-Datei (wav, mp3, wma, ogg, flac, ...) mit Ihrem Beitrag an: webmaster (at) ekidi.de.

Hinweis: Mit der Einsendung erteilen Sie die Erlaubnis und Ihr Einverständnis, dass Ihre Musikdatei und Name, auf unserer Homepage im Internet veröffentlicht werden dürfen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Daten bei der Veröffentlichung im Internet weltweit abrufbar sind. Eine Weiterverwendung dieser Daten durch Dritte kann daher von uns nicht generell ausgeschlossen werden. Ihr Einverständnis kann jederzeit per Email an: webmaster (at) ekidi.de widerrufen werden.

 

Sollt ich meinem Gott nicht singen
Johann Christian Heinrich Rink

Lothar Stängle an der Dietlinger Stieffel-Orgel.

 

Lobsinget Gott dem Herrn
Camille Saint-Saens

Evangelischer Singkreis Dietlingen (3. Advent 2018)
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Der Vater im Himmel
Kinder des Kindergarten Blumenwiese.

 

Jesus ist mein bester Freund
Kinder des Kindergarten Blumenwiese
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Du, meine Seele singe
Rolf Schweitzer

Lothar Stängle an der Dietlinger Stieffel-Orgel.

 

So wie der Duft
Kinder des Kindergarten Blumenwiese.

 

 

 

 

Impuls aus der Tüte - Jubilate - 3. Mai 2020

 

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur,
das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden!
Wochenspruch zu Jubilate
2. Korinther 5, Vers 17

 

Alles neu ...!

Juhu - endlich Frühling. Überall blüht, summt, grünt und zwitschert es. Die Natur zeigt sich in neuem Kleid. "Alles neu macht der Mai, macht die Seele frisch und frei", heißt es in einem alten Lied. Der Sonntag Jubilate lädt zum Jubeln ein, denn siehe, Neues ist geworden! Mit Ostern wird uns etwas ganz Neues geschenkt. Ein neuer Blick auf Tod und Leben.

 

Ein neuer Blick auf Tod und Leben.
Gegenstände der Andreaskirche aus einer neuen Perspektive.
Foto: Harald Ulmer

 

Viele trauern in dieser schwierigen Zeit um ihr altes Leben, ihr Leben vor Corona. Ich merke eine Traurigkeit in Menschen, ganz gleich wie sehr sich jeder bemüht, das Beste aus dieser Zeit zu machen und heil durch den Tag zu kommen. Die Nachrichten der letzten Wochen zeigen, dass wir wohl noch eine ganze Weile mit dem veränderten und unerwünscht neuen Leben zurechtkommen müssen.

Als Wegbegleitung schicken wir Ihnen heute eine Wundertüte mit fünf Frühlingsgrüßen aus der Andreaskirche. Jeder Gruß für sich ist eine Einladung, immer mal wieder den Blick auf den zu richten, der an Ostern gezeigt hat, dass er selbst aus der größten Katastrophe neues Leben schaffen kann.

Möge er Ihnen durch unsere Frühlingsgrüße nahekommen und Ihnen seinen neuen, heilvollen Blick schenken auf das, was Ihr Leben in diesen Tagen schwer macht. Und vielleicht stellen Sie irgendwann erstaunt fest: Siehe, Neues ist geworden.

Es grüßt Sie herzlich aus der Andreaskirche

Ihre Pfarrerin Martina Lieb

 

  Was lässt Sie jubeln?

Falls Sie wissen wollen, was Fiffi, unsere Kirchenmaus jubeln lässt, oder wer sonst noch Grund zum Freuen hat, dann schauen Sie unter: www.ekidi.de/fiffi nach.

Vielleicht wollen Sie Ihre Freude ja mit uns teilen? Dann schreiben Sie an fiffi (at) ekidi.de.  

 

 

Jahreslosung 2020

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
Markus 9, Vers 24