Wochenspruch / 13. Sonntag nach Trinitatis

Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
Matthäus 25, Vers 40b

  

   

Gottesdienstanzeiger 

22. September 2019 / 14. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst mit Tauffeier unter musikalischer Mitgestaltung des Posaunenchors. (Pfarrerin Lieb).
Im Anschluss an den Gottesdienst findet die diesjährige Gemeindewanderung statt.
Das Opfer ist für die eigene Gemeinde bestimmt.
Wochenspruch: Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Psalm 103, Vers 2

Wir laden herzlich ein zur diesjährigen Gemeindewanderung. Wir starten wieder nach dem Gottesdienst. An der Kirche bilden wir zunächst Fahrgemeinschaften zum Gemeindezentrum der Christlichen Gemeinschaft in Ellmendingen. Von dort führt uns die Wanderung (Länge ca. 10 km) als Rundwanderung durch Ellmendingen, Dietenhausen, Weiler und wieder Ellmendingen. In Dietenhausen ist bei der Kirche die Mittagspause geplant mit Rucksackvesper und Getränken, die jeder für sich mitbringt. Der Abschluss ist wieder im Gemeindezentrum der Christlichen Gemeinschaft Ellmendingen, wo uns Kaffee und Kuchen sowie Getränke angeboten werden. Wir hoffen auf gutes Wetter und freuen uns, wenn viele am 22. September mitwandern.
 

28. September 2019
20.00 Uhr - Abendgebet mit Gesängen aus Taizé. (Team)
 

29. September 2019 / 15. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst. (Pastor i. R. Schlittenhardt)
11.15 Uhr - Fiffi-Gottesdienst für kleine Leute. (Team)
Die Kollekte ist für die kirchliche Arbeit mit Spätaussiedlern, Ausländern und Asylsuchenden bestimmt.
Wochenspruch: Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. 1. Petrus 5, Vers 7
 

6. Oktober 2019 / Erntedank
9.30 Uhr - Gottesdienst unter musikalischer Mitgestaltung des Singkreises. (Pfarrerin Lieb)
Die Kollekte ist für Hungernde in der Welt bestimmt.
Wochenspruch: Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Psalm 145, Vers 15
 

13. Oktober 2019 / 17. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst unter Mitgestaltung des Kindergarten Blumenwiese. (Pfarrerin Lieb)
Das Opfer ist für die eigene Gemeinde bestimmt.
Wochenspruch: Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. 1. Johannes 5, Vers 4c
 

19. Oktober 2019
20.00 Uhr - Abendgebet mit Gesängen aus Taizé. (Team)
 

20. Oktober 2019 / 18. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst unter musikalischer Mitgestaltung der Kirchenband. (Pfarrerin Lieb)
Im Anschluss findet eine Gemeindeversammlung mit Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten für die Kirchenwahlen 2019 statt.
Die Kollekte ist für die Telefonseelsorge Nordschwarzwald bestimmt.
Wochenspruch: Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe. 1. Johannes 4, Vers 21
 

27. Oktober 2019 / 19. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst. (Prädikantin Schlittenhardt)
Die Kollekte ist für die Arbeit des Gustav-Adolf-Werkes (GAW) bestimmt.
Wochenspruch: Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein Ruhm. Jeremia 17, Vers 14
 

3. November 2019 / 20. Sonntag nach Trinitatis
10.00 Uhr - Familiengottesdienst zum Abschluss der Kinder-Bibel-Woche. (Diakonin Bach & Team)
Das Opfer ist für die Kinder- und Jugendarbeit in unserer Gemeinde bestimmt.
Wochenspruch: Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha 6, Vers 8
 

10. November 2019 / Drittletzter Sonntag im Kirchenjahr
9.30 Uhr - Gottesdienst. (Pfarrerin Lieb)
17.00 Uhr - Kinder des Dietlinger Akkordeonorchesters e.V. in der Andreaskirche.
Das Opfer ist für die eigene Gemeinde bestimmt.
Wochenspruch: Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Matthäus 5, Vers 9
 

16. November 2019
20.00 Uhr - Abendgebet mit Gesängen aus Taizé. (Team)
 

17. November 2019 / Volkstrauertag
9.00 Uhr bis 9.30 Uhr - Möglichkeit zum Einwurf der Briefwahlunterlagen für die Kirchenwahlen 2019 in der Andreaskirche.
9.30 Uhr - Gottesdienst unter musikalischer Mitgestaltung des Musikvereins Dietlingen e.V. (Prädikantin Schlittenhardt)
10.30 Uhr bis 11.00 Uhr - Möglichkeit zum Einwurf der Briefwahlunterlagen für die Kirchenwahlen 2019 in der Andreaskirche.
Die Kollekte ist für Zeichen des Friedens bestimmt.
Wochenspruch: Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi. 2. Korinther 5, Vers 10a
 

20. November 2019 / Buß- und Bettag
19.00 Uhr - Gottesdienst mit Feier des Heiligen Abendmahls. (Gemeinschaftskelch/Wein) (Pastor i. R. Schlittenhardt)
Das Opfer ist für die eigene Gemeinde bestimmt.
 

24. November 2019 / Ewigkeitssonntag
9.00 Uhr bis 9.30 Uhr - Möglichkeit zum Einwurf der Briefwahlunterlagen für die Kirchenwahlen 2019 in der Andreaskirche.
9.30 Uhr - Gottesdienst unter musikalischer Mitgestaltung des Singkreises. (Pfarrerin Lieb)
10.30 Uhr bis 11.00 Uhr - Möglichkeit zum Einwurf der Briefwahlunterlagen für die Kirchenwahlen 2019 in der Andreaskirche.
Die Kollekte ist für das christliche Hospiz Pforzheim bestimmt.
Wochenspruch: Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen. Lukas 12, Vers 35
 

1. Dezember 2019 / 1. Advent / Kirchenwahlen 2019
9.00 Uhr bis 9.30 Uhr - Möglichkeit zum Einwurf der Briefwahlunterlagen für die Kirchenwahlen 2019 in der Andreaskirche.
9.30 Uhr - Gottesdienst. (Pfarrerin Lieb)
9.30 Uhr - Kinder-Bibel-Sonntag im Oberlinhaus. (Diakonin Bach und Team)
10.30 Uhr bis 11.00 Uhr - Möglichkeit zum Einwurf der Briefwahlunterlagen für die Kirchenwahlen 2019 in der Andreaskirche.
11.15 Uhr - Fiffi-Gottesdienst für kleine Leute. (Team)
Die Kollekte ist für die Aktion Brot-für-die-Welt bestimmt.
Wochenspruch: Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. Sacharija 9, Vers 9b

   

Änderungen vorbehalten.

 

 

Neue Perikopenordnung und Anhang

Seit dem 1. Advent 2018 gibt es für unsere Gottesdienste eine neue Perikopenordnung und einen neuen Anhang zum Gesangbuch.

Über welchen Bibeltext die Pfarrerin am Sonntag predigt, welchen Wochenspruch der Pfarrer an den Anfang der Liturgie stellt, welches Lied nach der Schriftlesung gesungen wird - all dies bestimmen in der Regel nicht diejenigen, die den Gottesdienst gestalten. Bei der Auswahl dieser Texte orientieren sie sich an der jeweils gültigen Perikopenordnung.

Am ersten Advent trat in der gesamten Evangelischen Kirche in Deutschland die neue "Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder" in Kraft. Eine mehrjährige Überarbeitung der bisherigen Ordnung ist vorausgegangen. Diese Ordnung regelt, welcher biblische Text im Gottesdienst als Schriftlesung vorgetragen und zu welchem Text gepredigt wird. Außerdem enthält die Ordnung den Gebetspsalm für die Gemeinde, den Wochenspruch, den Halleluja-Vers und die Wochenlieder.

Die bisher geltende Ordnung stammt von 1978, steht aber in einer Tradition, die weit vor die Reformationszeit in das frühe Mittelalter zurückreicht. Nach dieser Tradition ist ein festgelegter Abschnitt aus den Evangelien der wichtigste Text in einem Sonn- und Festtagsgottesdienst. Das Evangelium gibt das Leitmotiv vor, das dem Sonn- oder Festtag sein Gepräge gibt. Danach richtet sich die Epistel, eine Lesung aus den Briefen des Neuen Testaments (einschließlich der Apostelgeschichte und der Offenbarung an Johannes), und die alttestamentliche Schriftlesung. Zu diesen drei Lesungstexten treten jeweils drei weitere Predigttexte. Diese sechs Texte verteilen sich als Predigttexte auf sechs Jahrgänge, so dass an einem bestimmten Sonntag erst im siebenten Jahre wieder über denselben Text gepredigt wird.

Dieses System hat sich sehr bewährt, da es gewährleistet, dass der Gottesdienstgemeinde die ganze Weite der heiligen Schrift im Lauf der Zeit zu Gehör bekommt. Die neue Ordnung übernimmt es daher - mit einer Änderung: In den Predigtjahrgängen wechseln sich nun von Woche zu Woche Texte aus dem Alten Testament, den Briefen und den Evangelien ab. Dies wurde möglich durch die Verdoppelung der alttestamentlichen Texte. Evangelien-, Epistel- und altestamentische Texte machen jetzt jeweils ein Drittel aus. Vor allem der christlich-jüdische Dialog hat zu einer neuen Hochschätzung des Alten Testaments in allen seinen Teilen geführt. Weitere Änderungen ergaben mehr Texte, in denen Frauen vorkommen; mehr Texte mit Bezug zu heutigen Lebensfragen; mehr Texte mit Resonanzen in Kunst und Kultur. Die Gebetspsalmen für die gottesdienstliche Gemeinde sind zum Teil neu bestimmt und zugeschnitten worden. Und jeder Sonn- oder Festtag hat nun zwei Lieder der Woche bzw. des Tages, darunter sehr viel mehr neue Lieder als bisher.

Im Kirchenjahr endet künftig die Epiphaniaszeit stabil mit der Woche, in die der 2. Februar ("Lichtmess") fällt. Unter die "Weiteren Feste und Gedenktage" sind einige Tage neu aufgenommen worden, z.B. der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) und der Tag des Gedenkens an die Novemberpogrome (9. November), aber auch der Martinstag (11. November) und der Nikolaustag (6. Dezember).

 

  

In drei Büchern hält die neue Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder Einzug in unsere badischen Gemeinden: im Lektionar, aus dem die Schriftlesungen im Gottesdienst vorgelesen werden; im Perikopenbuch, das der Gottesdienstvorbereitung - auch für Lektorinnen und Lektoren - dient; und im Anhang zum Evangelischen Gesangbuch "Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder", das die neuen Lieder enthält, die nicht im Stammteil des Evangelischen Gesangbuches stehen, dazu alle Gebetspsalmen und den aktuellen Kirchenjahreskalender.

Martina Lieb / Quelle: Ekiba    

 

 

EKD Kirchen-App

Smartphones und Tablets finden mehr und mehr Verbreitung. Sie werden bald alle Handys ersetzen. Offene Kirche sind ein touristischer Anziehungspunkt. Die Landeskirchen und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) möchten die Offenen Kirchen besser erschließen und dabei Smartphones verwenden, da immer mehr Menschen diese stets bei sich tragen. Dazu wurde ein Programm entwickelt, das auf Smartphones läuft (Application, abgekürzt App). Auch eine mobile Webseite ist geplant.

 

Zum Download klicken Sie auf das Logo.

 

Diese App erlaubt es, auf dem Smartphone über eine Umkreissuche Offene Kirchen in der Nähe zu finden. Bei teilnehmenden Kirchen gibt es teilweise eine Kirchenführung auf dem Smartphone. Dazu kann man (teilweise) mit einem Grundriss Stationen der Kirche anklicken und dazu eine akustische Erklärung erhalten.   

 

 

Besuchsdienst - Unterwegs

Unterwegs in den Häusern unseres Dorfes sind die Mitarbeiterinnen des Besuchsdienstkreises an vielen Tagen im Jahr. Wir besuchen Menschen unserer Gemeinde um ihnen zum Geburtstag zu gratulieren, Kinder, die bei uns getauft wurden, an ihrem Tauftag von unserer Kirchengemeinde zu grüßen und Neuzugezogene in Dietlingen willkommen zu heißen.

Wir besuchen Gemeindeglieder an ihrem 75. Geburtstag und ab dem 80. Geburtstag jedes Jahr. - Pfarrerin Martina Lieb besucht die Jubilare zum 90. Geburtstag und ab dem 95. Geburtstag jedes Jahr.

Haben Sie Lust sich mit uns auf den Weg zu machen? Wir freuen uns über jede neue Mitarbeiterin und jeden neuen Mitarbeiter. Wenn Sie Interesse haben, dann melden Sie sich im Pfarramt.

 

 

Kirchenband + Projektchor

Für alle, die gerne singen oder ein Instrument spielen und ab und zu einen Gottesdienst mitgestalten wollen, aber keine Zeit haben für regelmäßige Chor- oder Bandproben.

 

 

Wir treffen uns vor jedem Gottesdienst zu zwei bis drei Proben. Noten und Hörbeispiele gibt es vorab und die Termine werden "gedoodelt".

Weitere Informationen bei: Stefan Vetter / Email: s.vetter (at) ekidi.de / Telefon: 07236 / 98 18 09

 

 

Spenden + Gaben

In der Zeit vom 13. Februar 2019 bis 13. Juni 2019 sind im Pfarramt die folgenden Spenden eingegangen:

Wo am Nötigsten: 790 Euro / Brot für die Welt: 962 Euro / Flüchtlingsarbeit: 600 Euro / Jugendarbeit: 1.791 Euro / Seniorenarbeit: 462 Euro / Kirchenwahl: 384 Euro / Posaunenchor: 250 Euro / Heimatgruss-Ausgabe 283: 663 Euro / Kirchenopfer für die eigene Gemeinde: 2.202 Euro / Weitere verschiedene Kollekten: 2.206 Euro.   

Allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön.  

 

 

Kirchenwahl 2019 - Kirche gestalten, leben, verwalten

Am 1. Dezember 2019 werden die Mitglieder der Ältestenkreise und Kirchengemeinderäte neu gewählt. Um diese Wahl gut vorzubereiten braucht es bereits jetzt Menschen, die einen kleinen Beitrag dazu leisten und sich für die innerkirchliche Demokratie engagieren möchten: Jede Gemeinde braucht für die Wahl ihres Ältestenkreises oder Kirchengemeinderats einen Gemeindewahlausschuss. Ich freue mich, dass sich Reinhard Wettach und Jürgen Reister bereit erklärt haben mit mir zusammen den Gemeindewahlausschuss zu bilden. Wir werden in den kommenden Monaten immer wieder über die Kirchenwahlen informieren, vor allen in den Gemeindenachrichten und im Rahmen der Abkündigungen im Gottesdienst.

Die Evangelische Kirche in Baden ist eine "verfasste" Kirche, das heißt: Sie hat eine Verfassung, eine Grundordnung. Von der Gemeindeebene bis in die Kirchenleitung werden alle Leitungsämter per Wahl besetzt - von Gremien, deren Mitglieder ebenfalls gewählt wurden. Auf Gemeindeebene gibt das dem Kirchengemeinderat eine entscheidende Rolle.

Doch wer ist wahlberechtigt? Wer darf - aktiv - wählen, und wer darf sich - passiv - in ein Amt wählen lassen? Die Listen der Wählerinnen und Wähler sowie der Kandidatinnen und Kandidaten zu prüfen, ist eine der Aufgaben des Gemeindewahlausschusses. Die meiste Arbeit fällt beim Prüfen und Zusammenstellen der Listen und dann wieder am 1. Advent beim Auszählen der Stimmen an.

In den kommenden Wochen und Monaten suchen wir als Kirchengemeinderat nach Menschen, die sich vorstellen können zusammen mit Pfarrerin Martina Lieb die Kirchengemeinde in den nächsten sechs Jahren zu leiten.

Das Amt des Kirchengemeinderates ist vielfältig - welch unterschiedliche Gaben es braucht um eine Kirchengemeinde gut zu leiten und zu begleiten, das haben wir in einem Flyer zusammengefasst. Der Flyer wird mit dem nächsten Heimatgruss verteilt - falls Sie ihn nicht erhalten, dann schauen Sie doch unter www.ekidi.de/wahl. Hier finden Sie auch weitere Informationen zu den Kirchenwahlen.

Wenn Sie jemanden kennen, der Interesse hat oder wenn Sie selbst Interesse haben, dann sprechen Sie uns an. Wir freuen uns darauf.

Gemäß den rechtlichen Rahmenbedingungen der Kirchenwahlen können bis zum 28. September 2019 Kandidatenvorschläge beim Kirchengemeinderat eingereicht werden.

Für den Gemeindewahlausschuss und den Kirchengemeinderat
Martina Lieb 

 

 

Ökumenische Vereinbarung

Vereinbarung für eine ökumenische Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen und der Katholischen Pfarrgemeinde Heilige Familie Keltern

Im Rahmen eines ökumenischen Abendgebetes aus Anlass des 50-jährigen Kirchweih-Jubiläums der katholischen Kirche in Dietlingen wurde am 30. Oktober 2005 die Vereinbarung für eine ökumenische Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen und der Katholischen Pfarrgemeinde Heilige Familie Keltern unterzeichnet. Diese Vereinbarung stellt eine Selbstverpflichtung dar und ermutigt die evangelischen und katholischen Christen in Keltern-Dietlingen zu einer verlässlichen und bewussten ökumenischen Zusammenarbeit.

Eine Rahmenvereinbarung wurde bereits am 27. Mai 2004 anlässlich des ökumenischen Gottesdienstes zur "Gebetswoche für die Einheit der Christen" in der St. Franziskus-Kirche zu Pforzheim von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch für die Erzdiözese Freiburg und Landesbischof Dr. Ulrich Fischer für die Evangelische Landeskirche in Baden vorgestellt und unterzeichnet. Diese Rahmenvereinbarung hat uns in Keltern-Dietlingen dazu angeregt, in den Leitungsgremien eine verbindliche Vereinbarung zu erarbeiten, die die besonderen örtlichen Möglichkeiten im Blick hat und das bereits gewachsene ökumenische Miteinander berücksichtigt.

Im Vorwort dieser Rahmenvereinbarung heißt es:

"Diese Rahmenvereinbarung für ökumenische Partnerschaften versteht sich als gemeinsame Verpflichtung zur Zusammenarbeit aufgrund der "Charta Oecumenica - Leitlinien für die Zusammenarbeit der christlichen Kirchen in Europa". Sie will die ökumenische Zusammenarbeit zwischen Pfarrgemeinden und Pfarreien fördern und stärken und einen dafür verbindlichen Maßstab setzen."

Damit alle diese Vereinbarung nachlesen können, wird ihr wesentlicher Inhalt hier abgedruckt.

Präambel

  • Im Bekenntnis zur Taufe als dem gemeinsamen grundlegenden Band der Einheit in Jesus Christus,
  • getragen von der Bitte Jesu, "dass alle eins seien" (Johannes 17,  Vers 21),
  • im Glauben an Jesus Christus als Haupt der Kirche und Herrn der Welt auf der gemeinsamen Grundlage des Wortes Gottes, wie es die Heilige Schrift bezeugt,
  • auf der Grundlage des Glaubensbekenntnisses von Nizäa-Konstantinopel (381) als Auslegung der Heiligen Schrift,
  • in Erinnerung an die von der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Erzdiözese Freiburg 1999 unterzeichnete gemeinsame Erklärung,
  • ermutigt durch die gemeinsame Unterzeichnung der Charta Oecumenica auf dem ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 und durch die langjährige geschwisterliche Zusammenarbeit unserer beiden Gemeinden,

verpflichten sich die evangelische Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen und die römisch-katholische Pfarrgemeinde Heilige Familie Keltern zu weiteren Schritten auf dem Weg zur sichtbaren Einheit in einem Glauben und in der einen eucharistischen Gemeinschaft und unterzeichnen folgende Vereinbarung:  

  

1. Im ökumenischen Miteinander ist es wichtig, die geistlichen Gaben der verschiedenen christlichen Traditionen kennen zu lernen, sich davon bereichern zu lassen und so voneinander zu lernen. Daher verpflichten wir uns, das Leben unserer Gemeinden auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Arbeitsbereichen kennen zu lernen, einander zu den jeweiligen Gottesdiensten und Veranstaltungen einzuladen sowie regelmäßige Begegnungen zu vereinbaren. Wir wollen Selbstgenügsamkeit überwinden und mögliche Vorurteile beseitigen, die Begegnung miteinander suchen und füreinander da sein.

2. Unsere Ökumene lebt davon, dass wir Gottes Wort gemeinsam hören und den Heiligen Geist in uns und durch uns wirken lassen. Wir wollen den bisherigen Weg fortsetzen, durch Gebete und Gottesdienste die geistliche Gemeinschaft zwischen unseren Gemeinden zu vertiefen und die sichtbare Einheit der Kirche Jesu Christi zu fördern. Wir verpflichten uns, auf der Grundlage der gemeinsamen Erklärung zu "Gottesdienst und Amtshandlungen als Orte der Begegnung" füreinander und miteinander zu beten.
An folgenden Tagen wollen wir miteinander Gottesdienst feiern: an Silvester und Pfingstmontag, am Weltgebetstag der Frauen, zum Abschluss der Kinder-Bibel-Woche und an geeigneten Tagen im Rahmen des Schuljahres.
An folgenden Tagen wollen wir einander einladen, um das spezifische gottesdienstliche Feiern des Partners kennen- und besser verstehen zu lernen: an Allerheiligen und am Buß- und Bettag.
Wünschenswert ist es, wenn der Ökumenische Jugendkreuzweg gemeinsam gestaltet wird.

3. Wir wollen als evangelische und katholische Kirchengemeinden gemeinsam das Evangelium durch Wort und Tat für das Heil aller Menschen verkündigen. Angesichts vielfältiger Orientierungslosigkeit, aber auch mannigfacher Suche nach Sinn sind die Christinnen und Christen besonders herausgefordert, ihren Glauben zu bezeugen. Dazu bedarf es des verstärkten Engagements und des Erfahrungsaustauschs in Katechese und Seelsorge.
Ebenso wichtig ist es, dass das ganze Volk Gottes gemeinsam das Evangelium in die gesellschaftliche Öffentlichkeit hinein vermittelt wie auch durch sozialen Einsatz und die Wahrnehmung von politischer Verantwortung zur Geltung bringt.

Daher verpflichten wir uns, auf folgenden Ebenen und in folgenden Arbeitsbereichen einander stets zu informieren und Absprachen zu treffen bzw. gemeinsam zu handeln:

  • gemeinsame Sitzungen des Pfarrgemeinderats und des Kirchengemeinderats in zweijährigem Turnus
  • Zusammenarbeit im Kelterner Forum
  • Kooperation mit der Sozialstation
  • Austausch und Auslegen von Gemeindebriefen auf dem jeweiligen Informationstisch in der Kirche
  • wechselseitige Mitteilung von wichtigen Terminplanungen
  • wechselseitige Einladung zu besonderen Veranstaltungen
  • bei Bedarf wechselseitiges Zurverfügungstellen der kirchlichen Räume.

4. Ökumene geschieht bereits in vielfältigen Formen gemeinsamen Handelns in der Erzdiözese Freiburg, in der Evangelischen Landeskirche in Baden und in unseren Gemeinden. Viele Christinnen und Christen leben und wirken gemeinsam in Freundschaften, in der Nachbarschaft, im Beruf und in ihren Familien. Insbesondere konfessionsverbindende Ehen und Familien müssen darin unterstützt werden, Ökumene in ihrem Alltag zu leben.
Wir verpflichten uns, die gemeinsame Trauung konfessionsverbindender Ehepartner den Ehepaaren/Brautpaaren anzuraten und gemeinsam vorzunehmen (Formular C).
Wir verpflichten uns weiter, auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens gemeinsam zu handeln, wo die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind und nicht Gründe des Glaubens dem entgegenstehen.

Insbesondere vereinbaren wir für unsere Gemeinden:

  • Durchführung der Kinder-Bibel-Woche und der Bibelwoche für Erwachsene
  • geeignete Fortbildungsveranstaltungen für Mitarbeitende im Besuchsdienst
  • ein Frauentreff für Frauen im mittleren Lebensalter
  • Durchführung der Sternsinger-Aktion
  • Grußworte anlässlich der Kommunion bzw. Konfirmation

5. Unsere in Christus begründete Zusammengehörigkeit und Einheit ist von grundlegender Bedeutung. Wir verpflichten uns, die ökumenische Gemeinschaft im Dialog zwischen unseren Gemeinden gewissenhaft und intensiv fortzusetzen. Wenn Kontroversen in Fragen des Glaubens und der Ethik bestehen, wollen wir das Gespräch suchen und alle, auch strittige Fragen gemeinsam im Licht des Evangeliums und der Überlieferung unserer Kirchen erörtern.

6. Die Partnerschaft unserer Gemeinden ist offen für die Partnerschaft mit weiteren christlichen Gemeinden in unserer Region und an unserem Ort. Für die Aufnahme in die Partnerschaft ist allerdings Voraussetzung, dass die betreffende Gemeinde als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg angehört oder mit ihr in grenzüberschreitender Zusammenarbeit verbunden ist.

Abschluss

Mit dieser Vereinbarung geben wir dem zwischen uns gewachsenen Miteinander einen verbindlichen Rahmen und verpflichten uns, dieses Miteinander auch weiterhin zu fördern und zu entwickeln. So suchen wir der Gemeinschaft in Zeugnis und Dienst gerecht zu werden zur Ehre Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Keltern, den 30. Oktober 2005

Evangelische Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen
Dr. Andreas Dittrich / Vorsitzender des Kirchengemeinderates
Klaus Zimmermann, Pfarrer / Stellvertretender Vorsitzender

Katholische Kirchengemeinde Heilige Familie Keltern
Klaus Bundschuh / Pfarrer
Herbert Böhm / Vorsitzender des Pfarrgemeinderates