Brotverkauf

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden, verkaufen am kommenden Sonntag, den 15. Dezember 2019, nach dem Gottesdienst wieder selbstgebackenes Brot zugunsten der Konfi-Aktion 5.000 Brote von Brot-für-die-Welt.

Diese Aktion wird unterstützt durch die Bäckerei Augenstein in Dietlingen.
  

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Kirchenwahlen 2019 - Wahlergebnis

Bei der im Rahmen der allgemeinen Kirchenwahl am 1. Dezember 2019 durchgeführten Wahl der Kirchenältesten unserer Kirchengemeinde, wurden folgende Gemeindeglieder zu Kirchenältesten gewählt (alphabetische Reihenfolge):

  • Deckert, Verena

  • Denzler, Lukas

  • Mettel, Andrea

  • Riegsinger, Annemarie

  • Schlegel, Ursula

  • Seiter, Eric

  • Ulmer, Harald

  • Vetter, Stefan

Die Genannten haben die Wahl angenommen.

Gegen die Wahl kann von jedem wahlberechtigten Gemeindeglied (nach Bekanntgabe im Gottesdienst am 8. Dezember 2019) in der Zeit vom 8. Dezember 2019 bis 15. Dezember 2019 Einspruch beim Gemeindewahlausschuss eingelegt werden. Der Einspruch kann nur auf die Verletzung gesetzlicher Vorschriften gestützt werden und muss schriftlich unter Angabe der Gründe erfolgen. Der Einspruch ist an den Gemeindewahlausschuss, Evangelisches Pfarramt Keltern-Dietlingen, Am Pfarrgarten 3, 75210 Keltern-Dietlingen zu richten.

Während der Einspruchsfrist liegt das amtliche Wahlergebnis während der üblichen Sprechzeiten beim Pfarramt zur Einsichtnahme auf.

Die Grundordnung und das Leitungs- und Wahlgesetz der Evangelischen Landeskirche in Baden können Sie über die Rechtssammlung online (www.kirchenrecht-baden.de) oder beim Pfarramt während der allgemeinen Sprechzeiten einsehen.

Keltern-Dietlingen, den 01.12.2019
Der Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses

 

 

Brot für die Welt - 61. Aktion

60 Jahre "Brot für die Welt":  Da kann man zurückschauen und betrachten, was in dieser langen Zeit von unserem evangelischen Hilfswerk geleistet wurde. Wie in vielen tausend Projekten Millionen von Menschen geholfen wurde, ein Leben in Würde zu leben. Selbstbestimmt und mit dem, was man zum Leben braucht. Aber zurücklehnen, das geht nicht! Denn die Aufgabe ist größer und vor allem komplexer als je.

Vieles ist heute deutlicher als noch vor 60 Jahren. Dass ein Kleinbauer in Ostafrika mit seiner Familie über die Runden kommt, seine Kinder zur Schule schicken kann und alle in seinem Umfeld ausreichend ausgewogene Nahrung und genug sauberes Wasser bekommen, hängt auch mit unserem Verhalten zusammen - wie wir konsumieren, oder welchen Beitrag unser Land im Kampf gegen die Erderwärmung leistet. Oder auch, welche Rolle die Weltgemeinschaft spielt, wenn es um den Schutz der Menschenrechte geht. "Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung" - diese Schlagworte aus der weltweiten Ökumene sind nicht bloß Formeln. Sie ist das, was heute mehr denn je "Brot" bedeutet - das was als Rahmenbedingungen für ein menschliches Leben in Würde notwendig ist.

Dafür setzt sich "Brot für die Welt" mit aller Kraft ein. Mit Projekten zur Ernährungssicherung, im Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit, im Einsatz für die Rechte von Minderheiten, für klimaschonende Technologien und ein nachhaltiges Konsumverhalten.

Der "Hunger nach Gerechtigkeit" ist dabei der Antrieb. Der Anspruch, für Gerechtigkeit einzustehen und zugleich die Sehnsucht nach Gottes Gerechtigkeit, die uns befreit.

Mit dem dichten Netz von Partnerorganisationen aus dem kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Bereich wird "Hilfe zur Selbsthilfe" ganz konkret und spürbar. Hier verändert sich etwas - hin zum Guten.

In diesem Jahr nehmen wir in Baden besonders vier Projekte in den Fokus:  

  • In Peru wird Landwirten geholfen, ihre Bananenproduktion nachhaltig und ökologisch zu gestalten und dabei noch faire Preise erzielen zu können.  

  • In Indien werden die Dalit - die sogenannten "Unberührbaren" dabei unterstützt, ihre elementaren Menschen- und Bürgerrechte zu wahren und zu verwirklichen.  

  • In Tansania wird die Ernährungssituation von Kleinbauern nachhaltig verbessert und damit auch die Gründe für die Landflucht entschärft.  

  • Und in Mosambik werden Kinder, die auf den Müllbergen einer Großstadt leben müssen, in die Lage versetzt, sich gesund und ausreichend zu ernähren und die Schule besuchen zu können.  

Mit Ihrer Spende kann Gerechtigkeit ein Stück weit wachsen. Bitte helfen Sie mit, dass Menschen das bekommen, was sie zum Leben brauchen. Unterstützen Sie auch in diesem Jahr die Arbeit von "Brot für die Welt"

Volker Erbacher, Pfarrer Diakonie Baden

  

Und so können Sie mithelfen: Jedem Gemeindebrief liegt eine Spendentüte bei oder per Banküberweisung auf das Konto der Evagelischen Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen: IBAN: DE11 6669 2300 0013 1528 02, BIC: GENODE61WIR, Hinweis: Brot für die Welt.    

 

 

Brot für die Welt - Projekt 1 - Peru

Bio-Bananen für den Fairen Handel - Wenn das, was man "schon immer so" gemacht hat, nicht mehr funktioniert, muss etwas Neues her. Früher lebte die Familie von Francico und Elisabeth Vìlchez im Valle del Chira in Peru mehr schlecht als recht von dem, was ihr Acker hergab. Alle mussten mithelfen, trotzdem hat es hinten und vorne nicht gereicht:  

Die Schwestern Lorena und Daritza  haben Ihre Eltern dazu motiviert, sich trotz des Gespötts der Nachbarn auf das Wagnis einzulassen. "Bananenstauden? - Was soll das?" Heute spottet niemand mehr. Denn der Familie geht es gut. Mithilfe von CEDERAS Norte, einer Partnerorganisation von Brot für die Welt, konnten Sie sich Schritt für Schritt eine gute Zukunft aufbauen: Bio-Bananen für den Fairen Handel. Eine Anschubfinanzierung und Schulungen ermöglichten die Umstellung und der Kontakt zu anderen Fairtrade-Bananenproduzenten sichert Ihnen den Absatz zu fairen Preisen. Das Einkommen der Familie hat sich mehr als verdoppelt, die er-wachsenen Töchter müssen nicht mehr auf der Plantage der Eltern mitarbeiten, sondern gehen eigene Wege: Danitza, die Älteste, produziert jetzt auf ihrem eigenen Land mit ihrem Mann zusammen ebenfalls Bananen und Lorena, die Jüngste, hat als erste in der Familie eine weiterführende Ausbildung absolviert. Mit ihrem Studium in der Tasche warten gut bezahlte Jobs in der nahen Hauptstadt auf sie. Ein echter Aufstieg. Schulgeld und Studiengebühren kamen übrigens ebenfalls von der Bananenproduzenten-Vereinigung.

 

Foto: Brot für die Welt

  

Dass durch den wirtschaftlichen Wandel auch die Frauen in der Familie immer mehr mitentscheiden, hat Francesco längst akzeptiert: "Ohne meine Töchter würden wir immer noch so leben wie früher. Da stört es mich nicht, wenn einige im Dorf sagen, dass bei uns in der Familie die Frauen bestimmen."    

Das bewirkt Ihre Spende in Peru:

  • 20 junge Bananenpflanzen - 60 Euro

  • 4 Langspaten für die Entfernung unerwünschter Nebentriebe an den Bananenstauden - 120 Euro

  • 6 Transportkissen für die bis zu 25 Kilo schweren Fruchtstände der Bananen - 180 Euro    

 

 

Brot für die Welt - Projekt 2 - Indien

Rechtsbeistand für die "Unberührbaren" - Ärztin möchte die vierzehnjährige Jenamma in der indischen Stadt Guntur werden. Sie ist wissbegierig und geht jeden Tag mit Begeisterung in die Schule. Und sie hat Glück gehabt:  

Normalerweise müsste sie als Mädchen und Angehörige der untersten Kaste wie ihre Mutter arbeiten, die das Familieneinkommen als Müllsammlerin verdient. Ihre Chance verdankt Jenamma dem Dalit Bahujan Resource Centre, einer Partnerorganisationen von Brot für die Welt. In vielen Gesprächen überzeugte eine Mitarbeiterin der DBRC die Mutter des Mädchens davon, dass Schule und Ausbildung das wichtigste für Jenammas Zukunft sind. Die DBRC kümmert sich im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh um Dalits, die früher die "Unberührbaren" genannt wurden und die - obwohl gesetzlich längst gleichgestellt - im Alltag noch immer stark benachteiligt werden: Viele arbeiten als Müllsammlerinnen mit unsicherem Einkommen, erhalten auch die staatlichen Leistungen nicht, auf die sie einen Rechtsanspruch haben.

Im DBRC stärken sich die Menschen gegenseitig den Rücken: Bei Workshops lernen sie zum Beispiel, bei der Stadtverwaltung einen Personalausweis durchzusetzen, der die Voraussetzung für den Bezug der dringend benötigten Lebensmittelkarten ist.

 

Foto: Brot für die Welt

  

Es geht aber auch darum, sich gegen alltägliche Beschimpfungen, ungerechte Bezahlung und sexuelle Übergriffe zu wehren. Sie stärken sich gegenseitig den Rücken, kämpfen für ihre soziale und wirtschaftliche Gleichheit und für eine bessere Zukunft für ihre Kinder. Jenamma ist fest entschlossen, ihre Chance zu nutzen. Für ihren großen Traum gibt sie alles.    

Das bewirkt Ihre Spende in Indien:

  • Herstellung von 15 Einladungstransparenten für Informationsveranstaltungen - 60 Euro

  • Druck von 500 Infoblättern - 100 Euro

  • Workshops für 100 Personen - 185 Euro    

 

 

Brot für die Welt - Projekt 3 - Tansania

Mit Öko-Landbau gegen den Hunger - Ernteausfälle, zu wenig Regen, Schädlingsbefall: In ihrem abgelegenen Dorf in Tansania sind Isaya und Grace Mitwa und ihre fünf Kindern fast verhungert. Doch auch in der Hauptstadt Daressalam sind sie gescheitert: geringer Verdienst, alles viel zu teuer. Sie kehrten in ihre Heimat zurück. Und waren völlig am Ende:  

Mitarbeitende von MFEC (Mogabiri Farm Extension Centre), einer anglikanischen Partnerorganisation von Brot für die Welt, kamen ins Dorf und mit ihren vielen Neuerungen die Wende zum Guten: Saatgut von bisher unbekannten Feldfrüchten, Schulungen im Öko-Landbau, Ernährungsberatung, Workshops zur Hühnerhaltung …

Isaya und Grace starteten mit ein paar anderen ausgewählten Bauernfamilien im Pilotprojekt: Sie fingen an und an ihren Erfolgen lernen die anderen, dass es sich lohnt, neue Wege zu gehen. Und sie können sich auch gegenseitig beraten.

 

Foto: Brot für die Welt

  

Jetzt bauen Isaya und Grace außer Reis auch zahlreiche Obst- und Gemüsesorten an: Die Vielfalt sichert sie ab bei Ernteausfällen, Unwetter oder Trockenheit. "Die Erträge haben sich zum Teil sogar verdreifacht", freut sich Isaya Mitwa. Die Überschüsse verkaufen sie auf dem lokalen Markt. Von dem Gewinn können sie sich nicht nur täglich drei abwechslungsreiche Mahlzeiten leisten, sondern auch die Schulgebühren für die fünf Kinder. Darin stecken für alle die Chance auf gute Ausbildungen, sogar Studienabschlüsse. Falls das nicht klappen sollte, können sie sich und ihre Familien auch mit der Landwirtschaft ernähren. Das haben Ihre Eltern Ihnen schließlich erfolgreich vorgemacht.  

Das bewirkt Ihre Spende in Tansania:

  • 100 Packungen Saatgut für China Kohl - 75 Euro

  • 12 Hähne, die beim Workshop zur Hühnerhaltung verteilt werden - 114 Euro

  • Dreitägige Schulung im Bio Anbau für acht Personen - 244 Euro     

 

 

Brot für die Welt - Projekt 4 - Mosambik

Eine Chance für die Müllkinder - Der sechsjährige Francisco geht in die Grundschule, erste Klasse, und lernt mit großer Begeisterung lesen. Eigentlich nichts Besonderes. Für seine Mutter Julieta Mazivila aber ist es eine Sensation:

Sie lebt mit ihren vier Kindern auf der Müllhalde Hulene, einem stinkenden Drecksberg bei der Millionenstadt Maputo und verdient den kargen Lebensunterhalt der Familie mit dem Sammeln von Müll. Sie hatte nie die Möglichkeit lesen und schreiben zu lernen.

Dass ihre Kinder die Chance auf Bildung und damit auf ein besseres Leben haben, verdankt sie der Hilfsorganisation Renascer-OMAC. Die Partnerorganisationen von Brot für die Welt betreibt ein Sozialzentrum, in dem die Kinder vielfältige Unterstützung bekommen: Hilfe bei den Hausaufgaben, jemand, der zuhört bei ihren kleinen und großen Nöten und ein warmes Mittagessen - für viele Kinder die einzige Mahlzeit am Tag!

 

Foto: Brot für die Welt

  

Für Francisco natürlich besonders wichtig: Im Sozialzentrum sind immer genug Freundinnen und Freunde zum Spielen da. Die älteren Jugendlichen können eine Ausbildung im Metallbau, Schneidern und Korbflechten machen. Mindestens genauso wichtig ist es aber, die Eltern zu unterstützen: Die Leute von Renascer-OMAC besuchen sie und tun alles dafür, dass die Mädchen und Jungen aus dem Umfeld der Müllkippe in die Schule gehen können. Sie überzeugen die Eltern davon, dass die Zukunft ihrer Kinder davon abhängt und helfen, wenn nötig, den Eltern, die oft Analphabet*innen sind, ihre Kinder an der Schule anzumelden. "Vor ein paar Jahren mussten noch tausend Mädchen und Jungen beim Sortieren des Abfalls mitarbeiten", erzählt Julieta Mazivila, Mitarbeiterin des Sozialzentrums. "Jetzt gibt es dort nur noch wenige." Und sie fügt hinzu: "Kinder brauchen sichere Orte und Menschen, die sie umsorgen. Die Müllkippe ist das Gegenteil. Dass OMAC das Sozialzentrum betreibt, ist für uns alle im Viertel ein Segen.“

Hier dürfen Kinder auch einfach Kinder sein. Dann ist die Müllkippe, obwohl nur ein paar hundert Meter entfernt, ganz weit weg.  

Das bewirkt Ihre Spende in Mosambik:

  • 20 Starter-Paket (Schulheft, Stifte, Spitzer, Radiergummi etc.) - 60 Euro

  • Materialien (z. B. Palmblätter) für die 6-monatige Ausbildung im Korbflechten - 120 Euro

  • Honorar einer Kinderpsychologin (pro Monat) - 240 Euro    

 

 

Aktueller Monatsspruch - Dezember 2019

Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.
Jesaja 50, Vers 10